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Warum Winterreifen?  
  SICHERHEIT NICHT NUR AUF SCHNEE - WINTERREIFEN KÖNNEN MEHR!


ABS, ESP, EDC - hört sich toll an und ist sinnvoll - keine Frage! Der Haken: Bei einem Sommerreifen auf Glatteis versagt selbst das ausgeklügelste High-Tech-Sicherheitssystem der Welt. Nicht nur bei verschneiten Straßen, sondern in dem Moment, in dem die Temperaturen die 7 °C-Grenze unterschreiten ist das Unfallrisiko sechs Mal höher als im Sommer. ....und was für Autos mit ABS, ESP, EDC gilt, trifft auf alle Fahrzeuge ohne diese Sicherheitstechnik noch mehr zu.

Reifen müssen alle fahrdynamischen Kräfte, die während der Fahrt auftreten, wirksam auf die Fahrbahn übertragen - beim Anfahren, Bremsen und in Kurven. Gerade in der kalten Jahreszeit jedoch gelten spezielle Voraussetzungen. Nicht nur, dass Nässe, Schnee und Eis auf der Fahrbahn die Griffigkeit stark beeinträchtigen, allein schon die vergleichsweise niedrigen Temperaturen haben spürbare Auswirkungen auf die Fahrsicherheit.

Grund ist, dass schon bei unter plus 7° Celsius die Gummimischungen von Sommerreifen zunehmend verhärten, wodurch der Kraftschluss zur Fahrbahn nachhaltig vermindert wird. Je weicher nämlich das Gummi, desto besser passt es sich der Oberflächen-Rauheit der Straße an und desto effektiver ist die Verzahnung mit der Fahrbahnoberfläche.
Speziell die Hochgeschwindigkeits-Sommerreifen moderner, leistungsstarker Fahrzeuge werden aber konstruktiv auf Höchstleistung auf trockenen und nassen sommerlichen Fahrbahnen optimiert und können daher bei Schnee, Eis und niedrigen Temperaturen keinesfalls die Sicherheitsreserven eines Winter-Spezialisten bieten.

Am eindrucksvollsten lassen sich die Sicherheitsvorteile von Winterreifen am Beispiel Bremsen darstellen: Tests haben gezeigt, dass ein mit Sommerreifen bestückter Pkw aus nur 50 km/h erst nach 43 Metern zum Stehen kommt, während bei aufgezogenen Winterreifen 35 Meter zum Anhalten ausreichen! Im Ernstfall schlägt in diesem Vergleich der mit Sommerreifen bestückte Wagen noch mit respektablen 22 km/h auf ein Hindernis auf, während das Fahrzeug mit Winterreifen sicher und unbeschadet an diesem Punkt bereits zum Stehen kam.
 

EINFAHREN VON NEUREIFEN

¤ Reifen werden in Heizformen vulkanisiert, die mit hoher Genauigkeit hergestellt worden sind (1/100 mm) und entsprechend glatt sind alle ihre Oberflächen.

¤ Andererseits sind in den Formen nicht nur alle Details des Profilmusters mit unzähligen Lamellen enthalten, sondern auch die gesamte Beschriftung und eine Vielzahl von Entlüftungsbohrungen. Dies alles hält den Reifen beim Entformen zurück.

¤ Die Entnahme des Reifens aus der Heizform gelingt aber nur dann mühelos und ohne Deformationen, wenn der Reifen nicht in der Form kleben bleibt. Dazu werden die Reifen auf der Außenseite mit einem silikonähnlichen Trennmittel eingesprüht.
Dieses Trennmittel gilt es, beim Einfahrvorgang im Trockenen von der Lauffläche abzufahren und diese gleichzeitig anzurauen, wobei scharfe Kurvenfahrt und extreme Bremsmanöver vermieden werden sollten. Nur nach einem solchen Einfahrvorgang bringt ein neuer Reifen seine ihm vorgesehene Leistung und sein ganzes Haftungsvermögen.

Damit erklärt sich auch, dass neue M+S Reifen vor dem ersten Schneefall zu montieren sind, um so noch auf trockener Fahrbahn die Laufflächenoberfläche anrauen zu können.
Wurde auf neue Breitreifen umgerüstet, ist ein verhaltenes Einfahren doppelt wichtig, da man sich noch zusätzlich auf das veränderte Fahrverhalten mit Breitreifen einstellen kann. Alle neuen Reifen (besonders Winterreifen) sollten die ersten 200 - 300 km mit mittlerer Geschwindigkeit, auf trockener Fahrbahn eingefahren werden, um die Laufflächenoberfläche anrauen zu können.
Das hat einige Gründe:


Kennen Sie den richtigen Luftdruck Ihres Reifens?
 
Der richtige LuftdruckDie Lebensdauer und Sicherheit eines Reifens ist maßgeblich abhängig vom richtigen Luftdruck. Dieser Wert wird gemeinsam vom Reifen- und vom Fahrzeughersteller für jedes Fahrzeug individuell festgelegt.

Ein zu niedriger Luftdruck sorgt für erhöhten Reifenverschleiß an beiden Reifenschultern. Der erhöhte Rollwiderstand führt zu einem Anstieg des Kraftstoffverbrauchs. Zu geringer Luftdruck erhöht die Unfallgefahr durch Reifenzerstörung.

Ein optimaler Luftdruck ist Garant für sicheres und Komfortables Fahren bei größtmöglicher Wirtschaftlichkeit. Ein zu hoher Luftdruck führt zu erhöhtem Verschleiß in der Laufflächenmitte. Die verringerte Aufstandsfläche bietet keine optimale Traktion beim Bremsen und Beschleunigen. Gleichzeitig verschlechtern sich Kurvenstabilität und Komfort.

Profiltiefe Der richtige Check – ProfiltiefeWegen der stark wachsenden Aquaplaninggefahr (Aquaplaningschutz bei einer Restprofiltiefe von 3 mm beträgt nur noch 20 % gegenüber einem Neureifen) und wegen des schlechter werdenden Bremsverhaltens bei fortgeschrittenem Abrieb sollten die Reifen vor Erreichen der gesetzlichen Mindestprofiltiefe ausgetauscht werden. Wir empfehlen: Winterreifen : ab 4 mm Restprofiltiefe. Sommer- und Breitreifen: ab 3 mm RestprofiltiefeViele wichtige Eigenschaften eines Reifens sind von der Profiltiefe abhängig, die laut Gesetzgeber mindestens 1,6 mm betragen muss

Zur Beurteilung der Profiltiefe sind in den Umfangsrillen der Lauffläche Abnutzungsindikatoren d. h. kleine Stege eingebracht, die bei einem abgefahrenen Profil sichtbar werden.

Die Positionen der Abnutzungsindikatoren sind an der Reifenschulter mit TWI gekennzeichnet.
 

REIFENLAGERUNG Sonneneinstrahlung, Wärmeeinwirkung und auch Zugluft haben Einfluss auf die Alterung von Reifen. Der ideale Lagerraum für Reifen ist möglichst kühl, trocken, dunkel und nur mäßig gelüftet. Kontakte mit Öl und Fett, Kraftstoffen, Lösungsmitteln und Chemikalien sind zu vermeiden. Bestimmte Metalle, im besonderen Kupfer und
Mangan, wirken auf Gummierzeugnisse schädigend.     
 

 WINTERREIFEN IM SOMMER Prinzipiell ist es möglich und auch vom Gesetzgeber erlaubt, zum Teil abgefahrene Winterreifen im Sommer aufzufahren, oder aber auch das ganze Jahr mit Winterreifen zu fahren. Es gibt hier auch weniger Bedenken was die Sicherheit angeht. Aber von der wirtschaftlichen Seite her gesehen sind doch einige Argumente bemerkenswertund Anmerkungen dazu angebracht.
Sommerreifen haben auf sommerlichen Fahrbahnen einen geringeren Profil-Verschleiß als Winterreifen, weil ihre Lauffläche härter und die Profilblöcke stabil und steifer ausgeführt sind. Das erlauben auch entsprechende Musterkonstruktionen, die speziell für die rasche Wasserableitung geeignet sind. Insgesamt sind bei Sommerreifen die Nässehaftwerte besser und der Bremsweg kürzer als mit Winterreifen. Das trifft besonders bei Fahrzeugen mit ABS zu.

Bei Hochgeschwindigkeit auf sommerlichen Fahrbahnen sind Winterreifen einer weit höheren thermischen Belastung ausgesetzt als Sommerreifen. Die Laufstreifen der Sommerreifen sind, um diesen extremen Beanspruchungen gerecht zu werden, mit einer hitzefesten Laufstreifen-Mischung versehen. Bei hohen Fahrbahntemperaturen erreichen Sommerreifen nicht nur eine höhere Bewertung beim Nass-Trocken-Handling, sondern haben, weil sie gesetzlich der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges entsprechen müssen, gegenüber Winterreifen auch wesentlich höhere Fahrstabilitäts- und Sicherheitsreserven.

Preiswerte Winterreifen, oft in der Höchstgeschwindigkeit durch den Speed-Index Q oder T eingeschränkt, dürfen im Sommer, trotz der höher möglichen Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges, aber auch nur eingeschränkt bis Q oder T schnell (160 oder 190 km/h) gefahren werden. Diese Einschränkungen gelten auch für M & S
gekennzeichnete Ganzjahresreifen, wenn sie in ihrem Speed-Index nicht der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges entsprechen.

Sowohl Sommer- als auch Winterreifen sind hochspezialisierte Produkte, welche ihre maximale Leistung nur in dem ihnen zugedachten Einsatzbereich entwickeln.
 

Reifenangabe

 Die technische Ausführung der Bereifung ist durch den § 36 StVZO festgelegt. Danach sind Pkw-Reifen entsprechend der europäischen Vorschrift ECE-R 30 genormt. Dies gilt insbesondere für die Beschriftung der Reifenflanke. Sie gibt über die wichtigsten Daten des Reifens Auskunft.  Der Umgang mit Reifen-Kenndaten wird jedoch dadurch erschwert, dass Maßeinheiten des metrischen Systems (mm) mit dem englischen Zoll-System (1" =  25,4 mm) kombiniert sind. Weiterer Bestandteil der Größenangabe ist zudem eine Zahl, die kein Maß, sondern ein "Verhältnis" angibt.


Auf einem Reifen könnten folgende Angaben stehen: Das bedeuten sie
205 Reifenbreite in mm hier: 205 mm
50 Höhe/Breite Verhältnis H/B in % hier: 50% von 205 mm = 102,5 mm Höhe
R Radialbauweise = Gürtelreifen
15 Felgendurchmesser in Zoll 1 Zoll = 25,4 mm
88 Tragfähigkeit = Load Index, siehe Tabelle unten
V Geschwindigkeitsindex, siehe Tabelle unten

tubeless Schlauchlos
Max. Load 1230 lbs Max. Belastung in lbs,

1 lb = libre (pound) = 0,454 kg,

hier: ca. 558 kg (vgl auch mit Load Index oben)
Max. Press 36 PSI max. Innendruck in PSI,

1 PSI = 1 pound per square inch (Pfund pro Quadratzoll)oder 1 lb/in^2 = 0,0704 bar,

hier: ca. 2,5 bar
Plies sidewall 2 Rayon Plies sidewall = Seitenwand Lagen, (Karkassenlagen aus Rayon)
Tread 2Steel 2 Nylon Lauffläche Gürtellagen
DOT XT BK XKJM Entspricht DOT-Prüfung (Department of Transport = amerikanisches Verkehrsministerium)
1205 Herstellungsdatum, Erklärung unten
E4 ECE-Prüfzeichen (E4 = Niederlande)
TWI Tread Wear Indicator, Verschleißanzeige bei 1,6 mm

Geschwindigkeit                   
Kennbuchstabe Geschwindigkeit bis
Q    160 km/h
R    170 km/h
S    180 km/h
T    190 km/h
H    210 km/h
V    240 km/h
Z    Über 240 km/h
W   270 km/h         

Achtung: Winterreifen haben oft einen niedrigeren Geschwindigkeitsindex!


Tragfähigkeitsindex - Load-Index (LI)
LI   kg    LI  kg    LI   Kg    LI   kg
80 450   84 500   88 560   92 630
81 462   85 515   89 580   93 650
82 475   86 530   90 600   94 670
83 487   87 545   91 615   95 690
Feststellung des
Alters
 Die DOT (Department of Transportation) Nummer gibt das Herstellungsdatum des Reifens an.

Die DOT Nummer wird wie folgt gelesen: DOT 374<37 gibt die Kalenderwoche an, in der der Reifen hergestellt wurde 4 gibt das Jahr der Herstellung an, in diesem Fall 1984 oder 1994 < Zusatzkennung (auch möglich: * ), die angibt, dass der Reifen in den 90er Jahren hergestellt wurde

Reifen seit Herstellungsdatum Kalenderwoche 01 im Jahr 2000 haben eine 4-stellige DOT Nummer:

DOT 0100 gibt an, dass der Reifen in der 01. Kalenderwoche 2000 hergestellt wurde.

Reifenersetzen:
Verwenden Sie nur Reifen, die für Ihr Fahrzeug zugelassen sind! Die richtigen Pneus finden Sie im Fahrzeugschein bei den Ziffern 20 und 21 bzw. 22 und 23. 

Dort sind die Standard-Reifendimensionen aufgeführt. In dem Feld 33 „Bemerkungen“ stehen häufig weitere Angaben zumöglichen Reifendimensionen, zusätzlich verwendbaren Felgen und Felgen-Reifen-Kombinationen sowie zur Verwendung von Schneeketten.  

Andernfalls erlischt die Allgemeine Betriebserlaubnis. Umrüstungen, die nicht im Fahrzeugschein genannt werden, müssen mit entsprechendem Gutachten (ABE) nachträglich eingetragen werden.

Ggf. eingetragene Reifentyp- oder -herstellerangaben sind als Empfehlungen zu verstehen  Bei Pkw, die seit ca. 1998 erstmals zugelassen wurden, ist mindestens einer der im Fahrzeugschein aufgeführten Reifendimensionen für die Verwendung von Schneeketten geeignet. Vielfach - wenn auch nicht immer - sind diese Reifendimensionen als "M+S"-Versionen aufgeführt. Außerdem sind es meist die schmalsten Dimensionen. 

TippsVerwenden Sie keinesfalls Reifen von verschiedenen Herstellern mit unterschiedlichem Profil, mit unterschiedlicher Profiltiefe Vierradantrieb erfordert vier identische Reifen Im Zweifelsfall den besseren Reifen auf der Hinterachse Bei Neumontage von Reifen immer neue Ventile einsetzen Laufrichtungsvorgaben des Reifenherstellers beachten

In der neuen Zulassungsbescheinigung Teil I (entspricht ehemaliger Fahrzeugschein) steht nur noch eine Reifengröße. Sie ist die kleinste für das Fahrzeug erlaubte Größe. Alle anderen möglichen Größen erfährt man am besten beim Reifenhändler. Sie stehen aber auch in der CoC (Certification of Conformity) also in der Übereinstimmungsbescheinigung. Dieses Zertifikat erhält man üblicherweise beim Autokauf. 

Tipp: Vor Ummeldung des Fahrzeugs sollte man sich seinen alten Fahrzeugschein kopieren und immer im Fahrzeug mitführen. So erspart man sich unter Umständen Ärger, wenn man in eine Verkehrskontrolle gerät.